Diese Seite vertieft einen Teil unserer Delphi-Migration: den Weg ins Web, wenn aus der Desktop-Anwendung eine Web-Anwendung werden soll.
Wann der Web-Weg passt
Der Schritt ins Web lohnt sich bei Delphi-Anwendungen, deren Nutzen nicht am direkten Hardwarezugriff hängt: Fachanwendungen für Sachbearbeitung, Verwaltung oder Auswertung, die ortsunabhängig und für mehrere Nutzer gebraucht werden. Statt einer Installation auf jedem Rechner gibt es dann einen Browser-Zugang, zentrale Updates und Zugriff von mehreren Standorten.
Wo die Anwendung dagegen direkt mit Maschinen, Messgeräten oder lokaler Hardware spricht, ist ein Desktop-Client in C#/.NET der bessere Weg. Diese Abwägung ist bei Delphi besonders wichtig, weil gerätenahe Anwendungen hier häufig sind.
Was der Umzug bedeutet
Eine Delphi-Desktop-Anwendung und eine Web-Anwendung sind grundverschieden gebaut. Statt VCL-Forms, die lokal laufen, entstehen ein Laravel-Backend und ein React-Frontend, die über eine API kommunizieren. Die Anwendung wird für viele gleichzeitige Nutzer und den Zugriff über das Netz neu strukturiert.
Die wertvolle Geschäftslogik aus dem Object-Pascal-Code bleibt erhalten. Wir legen sie frei und überführen sie in saubere Services, statt sie neu zu erfinden.
Die Schnittstellen-Frage zuerst klären
Bevor wir ins Web migrieren, kartieren wir jede Anbindung der Delphi-Anwendung. Manche Geräte- oder Systemschnittstellen lassen sich im Browser-Kontext nicht ohne Weiteres abbilden. Wo das so ist, finden wir eine tragfähige Lösung – etwa eine schlanke lokale Komponente, die mit der Web-Anwendung zusammenspielt – oder empfehlen den Desktop-Weg. Diese Klärung steht am Anfang, nicht am Ende.
