Visual FoxPro wurde 2007 abgekündigt. Microsoft hat den erweiterten Support 2015 beendet. Trotzdem läuft VFP weiter – in Warenwirtschaften, in der Lagerverwaltung, in Branchenlösungen, die jemand vor zwanzig Jahren passgenau gebaut hat. Diese Systeme sind oft das Gegenteil von schlecht: schnell, schlank, genau auf den Betrieb zugeschnitten. Aber sie stehen auf einer Technologie, die endgültig keine Zukunft hat.
Wir holen Ihre FoxPro-Anwendung da heraus: die DBF-Daten und die gewachsenen Reports überführen wir auf C#/.NET mit SQL Server. Wo eine Web-Oberfläche gewünscht ist, entsteht das Frontend in React.
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Warum FoxPro besonders dringlich ist
Bei den meisten Altsystemen ist die Frage „wann“, bei FoxPro ist sie eigentlich schon beantwortet. Es gibt keinen Hersteller-Support, keine Updates, keine Sicherheitspatches mehr. Auf neuen Windows-Versionen läuft VFP nur über Umwege, und der Kreis der Entwickler, die FoxPro noch beherrschen, schrumpft schneller als bei fast jeder anderen Legacy-Technologie.
Wer hier wartet, wartet auf den Tag, an dem ein Windows-Update das System lahmlegt – ohne dass jemand da ist, der es reparieren kann.
Warum C#/.NET das passende Ziel ist
Visual FoxPro ist eine Microsoft-Technologie, und der natürliche Nachfolger im Microsoft-Umfeld ist C#/.NET. Die Datenbank wandert auf SQL Server (alternativ PostgreSQL), die Anwendungslogik in sauber getrennte Schichten. Das Ergebnis ist eine wartbare Anwendung auf einem aktuellen, breit unterstützten Stack – als Desktop-Client oder, wo ortsunabhängiger Zugriff gefragt ist, als Web-Anwendung mit React-Frontend.
Die DBF-Daten: das eigentliche Vermögen
In den DBF-Dateien steckt die Geschäftsgrundlage: Artikel, Kunden, Bestände, Bewegungen, über Jahre gepflegt. Diese Daten sicher zu übernehmen ist der Kern jeder FoxPro-Migration. DBF ist ein eigenwilliges Format mit eigenen Tücken – Memo-Felder in separaten Dateien, spezielle Datentypen, Indexstrukturen, die nicht zu modernen Datenbanken passen.
Wir überführen die DBF-Bestände auf SQL Server und bereinigen sie dabei. Aus den Eigenheiten des Formats wird ein sauberes relationales Datenmodell, mit dem die neue Anwendung verlässlich arbeitet.
Die Reports: oft die heimliche Hürde
Viele FoxPro-Anwendungen leben von ihren Reports. Lieferscheine, Rechnungen, Inventurlisten, exakt im gewohnten Layout. Diese Berichte sind tief in FoxPro verankert und gehören zum Wertvollsten am System, weil sie den täglichen Ablauf prägen. Wir bilden sie in der neuen Anwendung nach, sodass die gewohnten Dokumente weiter so aussehen, wie Ihre Kunden und Mitarbeiter es kennen.
Wie wir vorgehen
- Analyse. Wir kartieren Formulare, Programme, die DBF-Struktur und die Reports.
- Architektur. Relationales Zielmodell auf SQL Server, Abbildung der Geschäftslogik, Zielbild auf C#/.NET.
- Umsetzung. Logik wird in .NET-Services überführt; für eine Web-Oberfläche entstehen React-Komponenten.
- Datenmigration. Von DBF auf SQL Server, inklusive Memo-Feldern und Bereinigung.
- Qualitätssicherung. Abnahme gegen das Verhalten der FoxPro-Anwendung, besonders bei den Reports.
Schrittweise statt Big Bang. Das alte System bleibt produktiv, bis das neue trägt.
Vertiefung
- Visual FoxPro nach C#/.NET migrieren – wie Logik und Datenzugriff überführt werden.
- FoxPro-Reports modernisieren – wie die gewohnten Dokumente erhalten bleiben.
Verwandte Technologien
Visual FoxPro und Access sind enge Verwandte: beide dateibasiert, beide oft im selben KMU-Umfeld, beide mit denselben Grenzen beim Mehrbenutzerbetrieb. Wenn bei Ihnen beide Welten existieren, betrachten wir sie gemeinsam – das Zieldatenmodell lässt sich häufig zusammenführen.
Häufige Fragen
Sind unsere DBF-Daten sicher übernehmbar? Ja. Die Datenübernahme aus DBF auf SQL Server ist der Kern unserer FoxPro-Migration, inklusive der Eigenheiten wie Memo-Feldern.
Bleiben unsere gewohnten Rechnungs- und Lieferschein-Layouts erhalten? Wir bilden die Reports in der neuen Anwendung nach, damit die Dokumente vertraut bleiben.
Wie eilig ist eine FoxPro-Migration wirklich? Eiliger als bei den meisten Altsystemen. Es gibt keinen Support mehr, und das Entwickler-Know-how verschwindet schnell. Wer noch jemanden im Haus hat, der das System kennt, sollte diesen Zeitraum nutzen.
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