COBOL trägt einen großen Teil der Welt, ohne dass man es sieht. In Banken, Versicherungen und Verwaltungen laufen Programme, die in den Siebzigern oder Achtzigern entstanden und seitdem nie ersetzt wurden – weil sie funktionieren und weil die Geschäftsregeln, die sie enthalten, längst niemand mehr vollständig kennt.
Genau das ist das Risiko. Wir lösen es nicht durch Migration – die bieten wir für COBOL bewusst nicht an –, sondern durch das, was vorher fehlt: eine vollständige, ehrliche Bestandsaufnahme.
Das Kernproblem: Wissen ohne Träger
COBOL-Systeme sind selten dünn. Sie umfassen oft hunderte oder tausende Programme, eng verflochten, mit JCL-Steuerung und Datenbeständen in VSAM oder hierarchischen Datenbanken. Das Problem ist fast nie der Code selbst – COBOL ist gut lesbar. Das Problem ist, dass die Menschen, die das System gebaut und verstanden haben, in Rente sind oder es bald sein werden. Das Wissen hat keinen Träger mehr.
Wenn dann ein Audit, eine Gesetzesänderung oder ein Ausfall eine Antwort verlangt, steht niemand bereit, der sie geben kann.
Was wir liefern
Eine Dokumentation, die das System wieder verständlich macht:
- Programm-Landkarte. Welche Programme existieren, wie hängen sie zusammen, was ruft was auf.
- Geschäftsregeln, freigelegt. Die fachliche Logik – Zinsberechnung, Tarifierung, Fristen – explizit gemacht, statt im Code vergraben.
- Datenfluss und -bestände. Wo kommen Daten her, wohin gehen sie, in welchem Format liegen sie.
- Schnittstellen. Womit das Mainframe-System nach außen spricht.
- Risikobewertung. Welche Programme sind kritisch, wo droht beim Ausfall der größte Schaden, wie stark hängt alles an Einzelpersonen.
Wozu die Analyse dient
Das Dokument ist die Grundlage für jede weitere Entscheidung. Manche Kunden brauchen es für ein Audit oder für regulatorische Nachweise. Andere bereiten damit eine spätere Modernisierung durch einen spezialisierten Mainframe-Dienstleister vor. Wieder andere entscheiden auf dieser Basis bewusst, das System stabil weiterzubetreiben – auch das ist ein gültiges Ergebnis, und ohne die Analyse trifft man es blind.
Warum wir COBOL nicht migrieren
Weil eine COBOL-Migration eine eigene Disziplin ist, die wir nicht seriös als Komplettleistung versprechen können. Wir tun nicht so, als wäre es anders. Was wir können – und gut können –, ist die Bestandsaufnahme, ohne die jede Migration ein Blindflug bliebe.
Verwandte Analyse-Leistungen
Im Enterprise-Umfeld steht COBOL oft neben anderen schwergewichtigen Altsystemen. Auch für PowerBuilder und Oracle Forms bieten wir Analyse und Dokumentation an.
Häufige Fragen
Migrieren Sie unser COBOL danach? Nein. Wir liefern ausschließlich Analyse und Dokumentation. Diese Klarheit ist der Grund, warum die Ergebnisse belastbar sind.
Unser System hat keine aktuelle Dokumentation. Geht das trotzdem? Das ist der Regelfall und genau der Anlass für die Analyse. Wir arbeiten aus dem Code und den verfügbaren Quellen heraus.
Wer nutzt das Ergebnis weiter? Sie, Ihre Auditoren oder ein spezialisierter Migrationsdienstleister. Das Dokument ist herstellerunabhängig.
